StartseiteWinterErfrierungen beim Hund – Vorbeugung und erste Hilfe
Erfrierungen beim Hund

Im Winter können auch Hunde Erfrierungen erleiden

Erfahren Sie hier, auf welche Erfrierungs-Anzeichen Sie bei Ihrem beim Hund achten sollten und wie sie einem Hund mit Erfrierungen helfen können.

Bereits Temperaturen um den Gefrierpunkt können bei unseren Hunden zu Erfrierungen führen, vor allem wenn kalter Wind oder Nässe hinzu kommen. Erfrierungen können innerhalb weniger Minuten entstehen und treten oft in Verbindung mit einer Unterkühlung auf.

 

Wie entsteht eine Erfrierung beim Hund?

Erfrierungen sind bei Mensch und Tier eine Art Selbstschutzfunktion des Körpers. Um die lebenswichtigen Organe in der Körpermitte bei großer Kälte warm zu halten, werden die nicht lebenswichtigen Regionen weniger durchblutet. Die nun schlechter durchbluteten Körperregionen sind dann der Kälte relativ ungeschützt ausgesetzt, was ein hohes Risiko für Erfrierungen darstellt.

 

Welche Körperteile können von Erfrierungen betroffen sein?

Die Körperteile des Hundes, die Wind und Regen ausgesetzt sind, sind besonders stark gefährdet zu erfrieren. Vor allem Pfoten, Nase, Ohren, Schwanzspitze und bei Rüden die Hoden können von Erfrierungen betroffen sein.

 

Wie erkennt man eine Erfrierung beim Hund?

Die Haut der betroffenen Körperstellen fühlt sich eiskalt, hart oder ledrig und unelastisch an. Sie kann  blau angelaufen, rot verfärbt, weiß oder auffällig blass sein. Manchmal treten auch Schwellungen auf. Sind die Zehen des Hundes erfroren, beginnt er zu humpeln, erfrorene Ohrenspitzen hängen herab.  Den wahren Schaden einer Erfrierung kann man oft nicht sofort erkennen. Rote Blasen und ernsthafte Infektionen können auch noch Tage später auftreten.

 

Erfrierungen werden in drei Schweregrade eingestuft:

Grad 1: Die betroffenen Hautpartien sind nach dem Aufwärmen geschwollen und rot, sie jucken und sind schmerzempfindlich. Diese Symptome verschwinden nach einer Weile und hinterlassen keine Folgeschäden.

Grad 2: Zusätzlich zur Schwellung und Rötung nach dem Aufwärmen entstehen Blasen auf der Haut, die aber in der Regel ohne Folgen abheilen.

Grad 3: Das unterkühlte Gewebe sieht schwarz und vertrocknet aus – es stirbt ab. In manchen Fällen entstehen sogar offene Wunden und blau-rote Blutblasen. Der Schaden hinterlässt meist Narben beim Hund.

 

Erste Hilfe bei Erfrierungen beim Hund

Hat Ihr Hund eine Erfrierung erlitten, können Sie die betroffenen Stellen in lauwarmes Wasser tauchen oder alternativ ein warmes nasses Handtuch auf die Haut legen. Dieses sollten Sie alle paar Minuten wechseln.

Bitte nicht rubbeln – das macht den Schaden nur größer und reduziert die Heilungschancen.

Weniger starke Erfrierungen färben sich sofort sehr stark rot beim Erwärmen. Komplett gefrorene Bereiche können bis zu 20 Minuten brauchen, bis sie wieder aufgetaut sind.

Nach dem Aufwärmen die betroffenen Stellen mit Vaseline oder Fettcreme bestreichen – das schützt die Haut.

Bei schweren Erfrierungen bringen Sie den Hund bitte zum Tierarzt!

 

Wie kann der Tierarzt einem Hund mit Erfrierungen helfen?

Antibiotika, Schmerzmittel und ggf. sogar ein operativer Eingriff zur Entfernung zerstörter Zellen kann erforderlich sein. Bis der Schaden einer schweren Erfrierung ausheilt kann es mehrere Wochen dauern.

Leichte Erfrierungen 1. Grades heilen in der Regel innerhalb von einer Woche ab. Die betroffene Stelle wird mit Verbänden geschützt. Sie lindern die Schmerzen und fördern die Heilung.

 

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